Die Polizei

Viel bekommt man draußen auf der Straße von der Polizei eigentlich nicht mit. Sie scheint ihren Job gut zu machen. Ohne sich zu beklagen stellt sie sich den Bedrohungen der Öffentlichkeit entgegen. Dennoch reagieren Bürger beim Thema Polizei in erster Linie kritische und gereizt. Ungeachtet der hohen Sicherheit als Lebensstandart in Deutschland, neigen die Mitmenschen dazu den Wert des Schutzes zu unterschätzen. Wachsende soziale Konflikte in den deutschen Städten sind dabei eine der Hauptherausforderungen der Schutzbefohlenen. Dennoch gilt deutsche Polizei in Hinsicht Demonstrationen als brutal und rigoros. Abschreckend und bedrohend wirkt sie mit den Soldaten ähnlichen Schutzanzügen die eigentlich ein Spiegel der auf sie einwirkenden Aggressivität sind.

Polizei bei Demonstrationen

Allerdings hat die Polizei in den letzten Jahren bei Demonstrationen und Straßenfesten vermehrt bewiesen in Sachen Deeskalation viel gelernt zu haben. Vor einigen Jahren noch stellte sich der â��Räumungstruppâ�� in Reihen mittelalterlicher Kriegsführung in den Morgenstunden vor die Demonstranten eines abklingenden Stadtteilfestes und drohte mit gewalttätiger Auflösung. Nur eine logische Schlussfolgerung, wenn junge Kick-suchende Krawallmacher sich zum Kampf aufgerufen fühlen. Stundenlange Hetzjagden beider Seiten durch brennende Stadtviertel waren oft die Folge. Daraufhin gerieten die Schutzengel unter Kritik. Losungen waren im Umlauf, die Schutzengel würden sich gar nicht so aufführen und schon vor beginn einer Veranstaltung provokant auftreten und damit den gemeinen Bürger als potentiellen Attentäter verunglimpfen. Teilnehmer von in Polizei Überwachung gestellter Großevents in Hamburg, Dresden und Berlin berichteten von gewaltsamen und respektlosen Umgang mit den Besuchern.

Die Vorgehensweise der Polizei

Deutlicher hingegen kann man heute schon laut aussprechen das sich dieses Vorgehensweise seitens der Polizei in solchen Fällen geändert hat. Mittlerweile sind die Schutzbefohlenen anscheinend zu dem Schluss gekommen ohne Helm und in kleineren Hilfsbereiten Grüppchen aufzutreten und vorwiegend eher den Auftrag zu beschützen wahrzunehmen als abzuschrecken. Dies ist ein Fakt den es hoch anzurechnen gilt. Im allgemeinen zieht sich die Schar von Einsatzwagen, Hunden und Pferdestaffeln in den Hintergrund zurück und hält auch mit dem schwersten Gerät wie Wasserwerfer und Räumfahrzeugen hinter dem Berg, wahrscheinlich mit dem Wissen um deren optisches Potential auf einer öffentlichen Versammlung. Und die Friedenstaktik zahlt sich aus. In der Bilanz gehen weniger Scheiben zu bruch und weniger Fahrzeuge bleiben unberührt. Man glaubt es kaum, bei Sitzblockaden wird den demonstrierenden eine Bleiberecht eingeräumt wenn darauf verzichtet wird mit Steinen zu werfen! Ein solches Vorgehen ist als großer Fortschritt in der Gewaltprävention zu werten. Die deutsche Polizei zeigt in diesem Aufgabengebiet eine sensible Lernfähigkeit betroffene Bürger, betrunkene Protestler und sich selber erfolgreich zu schützen.